Diesen Sommer entsteht in Hannover ein PLATZ, der guten Ideen jeder erdenklichen Art die benötigte Förderung bieten kann, um endlich Realität zu werden!

Anstatt irgendwo teuer Raum zu mieten, schaffen wir ihn einfach selbst. Auf Basis einer Container-Infrastruktur werden Projekte schnell und einfach realisiert - und wer sich den Ausbau nicht zutraut wird entsprechend unterstützt.

 

Durch das Projekt soll der Bezirk um neue Freiflächen und ein kulturell und sozial vielfältiges Angebot bereichert werden. Konkret geplant sind bereits Werkstatt, offene Bibliothek, Lager, ein wenig Gastronomie & vieles weitere. Und es ist noch viel Platz zu verteilen!

 

 

 

Häufig gestellte Fragen:

Allgemein
Projekte
Förderung
Container

Was ist das PLATZprojekt?

In erster Linie ein Experiment! Der PLATZ dient als Beteiligungsstruktur für junge Menschen, die in einem selbstorganisierten Raum über ihre Stadt diskutieren, und sie vor allem aktiv mitgestalten möchten. Das bedeutet: Keiner weiß so richtig wie das aussieht und was am Ende dabei rauskommt. Deshalb ist es wichtig zu begreifen, dass dieser Leitfaden kein festes Regelwerk darstellt sondern vielmehr einen ersten Entwurf, der mit zunehmender Dauer des Projektes angepasst und je nach Lage verändert werden wird.

 

Übergeordnetes Ziel ist es, Raum für Projekte/Ideen zur Verfügung zu stellen die unter normalen Bedingungen nicht in der Stadt umsetzbar wären - und somit den Bedarf für solche Flächen aufzuzeigen. Außerdem wird versucht, den Weg von der Idee zur Realisierung so unkompliziert, unbürokratisch und einfach wie möglich zu gestalten, um Hindernisse die einer Realisierung in der Welt außerhalb des PLATZES im Weg stehen, so gut wie möglich abzubauen.

 

Wer steckt dahinter?

Ursprünglich das Liebeskind einer kreativen Zelle innerhalb des 2er Skateboarding e.V., wurde das Konzept bereits im September 2013 erarbeitet. Seit dem offiziellen Startschuss Anfang 2014 wächst das Geflecht um das PLATZprojekt jedoch stetig weiter. Mit Skateboarding hat das Projekt zwar schon lange nichts mehr zu tun, der Do It Yourself - Ansatz ist aber stilprägend geblieben.

 

Wo kommt das Geld her?

Das Geld wird im Rahmen des Forschungsfeldes “Jugend.Stadt.Labor” vom Bundesministerium für Experimentellen Wohnungs- und Städtebau (ExWoSt) bereit gestellt. Damit ist das PLATZprojekt offiziell vor allem ein Forschungsvorhaben im Bereich “Experimentelle Stadtentwicklung”.

 

Kann ich in die Planungsgruppe mit rein?

Klar! Jeder, der sich engagieren möchte ist herzlich eingeladen mitzuwirken! Man trifft sehr häufig jemanden, wenn man einfach in der Fössestraße vorbeischaut. Wer den postalischen Weg gehen will, wendet sich bitte an info@platzprojekt.de

 

Wann geht’s los?

Jetzt! Projekte können hier eingereicht werden - oder komm einfach vorbei, sprich mit uns, und fang an!

 

 

Was  muss ich erfüllen, um ein Projekt einzureichen?

Zunächst einmal musst du “nur” eine gute Idee haben. Du solltest dir schon Gedanken gemacht haben, wie das Projekt betrieben wird, wer sich darum kümmert und wer es in Anspruch nehmen könnte, welche Hilfe du benötigst und was du an Material brauchst, aber es gibt keine bestimmten Voraussetzungen die zu erfüllen sind.

 

Du solltest nur im Hinterkopf behalten, dass der PLATZ für solche Ideen/Projekte/Versuche und Experimente da ist für die es eben sonst in der Stadt keinen Platz gibt, oder die es außerordentlich schwer haben - Wenn dein eigenes Wohnzimmer oder dein Balkon zu klein ist oder du keine Lust mehr hast Miete zu bezahlen ist das kein Problem was auf dem PLATZ gelöst werden muss.

 

Kann ich ein Gewerbe aufmachen oder muss es gemeinnützig sein?

Wir legen in keiner Weise fest, wer auf dem PLATZ was zu tun hat und jeder kann den Ort auf seine Art bereichern. Vereine, Einzelpersonen, Start-Ups und Freiberufler sind alle sehr willkommen. Wir würden uns sehr freuen wenn junge Selbstständige auf dem PLATZ gründen. Es gibt bereits viele selbstständig Tätige unter den aktiven Mitgliedern, sodass man auch zur Gründung an sich einige Hilfe erhalten kann.

 

Wie ausführlich muss mein Konzept sein?

So ausführlich dass jemand außerhalb deines Kopfes deine Idee nachvollziehen kann. Wie immer musst du Menschen begeistern, dass die Idee umgesetzt werden muss. Da reichen manchmal 3 Sätze, mal ist die Sache aber komplexer und du schreibst ganze Seiten voll.. Letzten Endes musst du das entscheiden!

 

Gibt es Strom/Wasser/Abwasser?

Alle Versorgungsleitungen sind bestellt und werden in naher Zukunft gelegt, Strom ist bereits vorhanden. Wenn für das eigene Projekt entsprechende Anschlüsse benötigt werden, so müssen diese jeweils an den Standort verlegt werden.

 

Welche sanitären Anlagen sind geplant?

In den bereits vorhandenen Versorgungscontainer sollen als erstes eine Küche sowie mehrere Toiletten installiert werden. Duschen sind geplant, müssen aber noch etwas warten.

 

Gibt es Internet?

Noch nicht, aber noch in diesem Jahr wird es Netz geben! Keiner von uns kann so richtig lange ohne Internet ;)

 

Dürfen Autos auf das Gelände? Gibt es Parkplätze?

Auf dem Gelände soll nur zum Laden und Entladen geparkt werden - Es gibt jedoch zahlreiche Parkmöglichkeiten direkt an der Fössestraße.

 

Kostet ein Containerstellplatz Miete?

Bei einer privaten oder Profit-orientierten Nutzung fällt eine monatliche Miete von 60,00 € an. Rein gemeinnützigen Projekten möchten wir dabei so oft es geht Stellplätze umsonst anbieten können - So etwas wird letzten Endes immer nach den aktuellen Gegebenheiten am PLATZ entschieden werden müssen, weshalb eine generelle Aussage in diesem Moment schwierig ist. Grundsätzlich gilt: Bei beschränkten Mitteln auf eurer Seite, und erst Recht bei einer dazu noch gegebenen Gemeinnützigkeit, solltet ihr in jedem Fall mit uns über Mietnachlass oder -Erlass sprechen.

 

Wie lange ist ein Stellplatz verfügbar?

Zunächst einmal so lange es den PLATZ gibt. Jedoch sollte ein Stellplatz einvernehmlich geräumt werden, wenn sich nach einiger Zeit eine offensichtliche Stagnation und Inaktivität einstellt - Zumindest wenn frische, engagierte Projekte währenddessen auf Stellplätze warten. Dies wird jedoch erstmal nicht so schnell passieren.. Wir haben Platz!

Und Container kann man übrigens stapeln ;)

 

Wer bezahlt/besorgt Container?

Im optimalen Fall bezahlt jeder seine eigenen Container und kümmert sich auch um die Anlieferung. Wir greifen euch dabei allerdings unter die Arme indem wir Kontakte vermitteln und euch beratend zur Seite stehen, in Einzelfällen auch finanziell.

Bei der Spedition Spickermann, direkt benachbart, bekommen wir übrigens für die Dauer des Projektes Rabatt. Einfach sagen, dass ihr vom PLATZ kommt.

 

Kann ich einen Kredit beantragen?

In Einzelfällen ist das PLATZprojekt in der Lage, Projekten bei den Anfangsinvestitionen zu helfen. Beispielsweise kann der Containerkauf und -transport zunächst vom PLATZprojekt übernommen werden, und die Kosten im Rahmen eines festen Vertrages von 12 Monaten auf die Monatsmiete aufgeschlagen werden. Gleiches gilt für größere Einkäufe für Material und den Ausbau des Containers von Dritten. Da die Mittel für 2014 begrenzt sind können solche Kredite erst ab 2015 angeboten werden.

 

 

Wo bekomme ich einen Container her?

Container sind eine reguläre Ware, die man auf vielfältige Weise erstehen kann. Neuware kommt in den meisten Fällen nicht in Frage, daher sind einschlägige Internetauktionshäuser immer eine gute Idee. Bevor man kauft sollte man sich aber über den Zustand im Klaren sein, also in jedem Fall einmal hinfahren. Der Standort ist extrem wichtig, da der Transport zum PLATZ durchaus teurer als der Container selbst ausfallen kann. Ausserdem sollte man natürlich darauf achten dass er dicht und trocken ist.

 

Wie bekomme ich einen Container auf’s Gelände?

Container müssen per Spedition mit einem Kranwagen transportiert werden, und die sind teuer. Wir haben guten Kontakt zu lokal ansässigen Unternehmen und gerade wenn die Abholung nicht eilt, kann man oft noch etwas sparen. Als Faustregel: Ca. 1,50 € pro gefahrenem Kilometer von Aufladen zu Abladen.

 

Welche Container gibt es?

Wie bereits jetzt auf dem PLATZ zu sehen ist, gibt es Container in einer Vielzahl von Faben und Formen. Bürocontainer haben den Vorteil, dass sie meistens isoliert und bereits mit Fenstern versehen sind. Überseecontainer sind dagegen rundum geschlossen und daher innen erst mal dunkel - und im Winter kalt. Mobilheime haben meist bereits eine Toilette im Innenraum und sind ebenfalls vollflächig isoliert. Durch die überdimensionierte Breite entstehen jedoch häufig Mehrkosten für den Transport.

 

Wie kann ich einen Container ausbauen / isolieren?

In der Arbeit an deinem Container bist du völlig frei, daher bietet sich eine Vielzahl von Möglichkeiten an. Auf dem PLATZ arbeiten zu jedem Zeitpunkt eine Menge Menschen, Hilfe erhält man oft schnell. Günstig ist beispielsweise eine Holzrahmenkonstruktion mit Dämmwolle und einfacher Beplankung.. Zu den einzelnen Möglichkeiten bald mehr!

 

Was passiert mit dem Container, nachdem meine Nutzung endet?

Da der Container dein Eigentum ist, bist du grundsätzlich für den Verkauf des Containers verantwortlich. Wir erwarten dass der Bedarf an Containern jedoch hoch genug sein wird, sodass du deine Fläche gleich an jemand Neues weitergeben und den Container weiterverkaufen kannst. Auch das PLATZprojekt als Verein wird im Laufe der Zeit einen steigenden Bedarf an öffentlichen Containern haben.

 

 

Ein Modellvorhaben des Forschungsfeldes Jugend.Stadt.Labor im Rahmen des Programms „Experimenteller Wohnungs- und Städtebau“ (ExWoSt) des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) und des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR).